Anwälte für Urlaubsrecht und Urlaubsabgeltung

Informationen zum Thema Urlaubsansprüche und Urlaubsabgeltung

Unsere Rechtsanwälte für Arbeitsrecht haben für Sie zahlreiche Fragen zum Thema Urlaub und Urlaubsabgeltung beantwortet.

Wie viele Urlaubstage stehen mir eigentlich zu ?

Der Mindestanspruch auf Urlaub beträgt in Deutschland 24 Werktage laut Bundesurlaubsgesetz. Da es sich hierbei um Werktage handelt, wozu auch der Samstag zählt, haben nur Arbeitnehmer einen Anspruch in dieser Höhe, welche eine Sechs-Tage-Woche haben.

Die allermeisten Arbeitnehmer arbeiten jedoch in einer Fünf-Tage-Woche . Für diese ergibt sich ein Mindestanspruch von 20 Urlaubstagen.

Eine höhere Anzahl an Urlaubstagen kann selbstverständlich zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber vereinbart werden.

Die genaue Anzahl Ihrer Urlaubstage können Sie daher in erster Linie aus Ihrem Arbeitsvertrag bzw. Tarifvertrag entnehmen. Ob und in wieweit ein Tarifvertrag auf Ihr Arbeitsverhältnis Anwendung findet, lässt sich für den Arbeitnehmer oftmals nur schwer erkennen.

Gern hilft unser erfahrener Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Ihnen bei der Berechnung Ihrer Urlaubstage und hilft Ihnen bei der Durchsetzung Ihres Urlaubs- bzw. Ihres Urlaubsabgeltungsanspruchs gegenüber Ihrem Arbeitgeber.

Habe ich bei Minijob/Teilzeit/Krankheit auch Urlaubsansprüche ?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Urlaub hat.

Dies gilt im Übrigen nicht nur für Vollzeitbeschäftigte, sondern auch für Teilzeitkräfte und Aushilfen (Minijob) wie Schüleraushilfen oder studentische Aushilfskräfte.

Der Urlaubsanspruch entsteht erstmalig nach dem Ablauf der Wartezeit von sechs Monaten.

Die Anzahl des Urlaubstage einer Teilzeitkraft bzw. einer Aushilfe reduziert sich im Verhältnis zu einem Vollzeitbeschäftigten entsprechend der geleisteten Arbeitstage.

Demnach lässt sich unter Zugrundelegung einer Fünf-Tage-Woche Ihr Urlaubsanspruch wie folgt berechnen:

Bei 4 Wochenarbeitstagen haben Sie 16 Urlaubstage,

bei 3 Wochenarbeitstagen haben Sie 12, bei 2 Wochenarbeitstagen 8,

und bei 1 Wochenarbeitstag 4 Urlaubstage im Jahr.

Urlaubsansprüche haben Sie auch dann, wenn Sie über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben sind. Bei längerer Krankheit ist Ihr Urlaubsanspruch jedoch auf die letzten 15 Monate begrenzt.

Können Sie Ihren Urlaub krankheitsbedingt nicht nehmen, so haben Sie einen Urlaubsabgeltungsanspruch in Geld gegen Ihren Arbeitgeber.

Oftmals weigern sich Arbeitgeber jedoch Urlaub zu gewähren bzw. abzugelten.

Unser Rechtsanwalt für Arbeitsrecht setzt Ihre Ansprüche auf Urlaubsgewährung und Urlaubsabgeltung problemlos für Sie durch.

Stehen mir Urlaubsabgeltungsansprüche zu ?

Ein Anspruch des Arbeitnehmers auf Abgeltung des Urlaubs in Geld besteht im fortbestehenden Arbeitsverhältnis nicht. Einer individuellen Vereinbarung über eine Urlaubsabgeltung steht jedoch nichts im Wege.

Bei Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses, zum Beispiel durch eine Kündigung, steht Ihnen ein Urlaubsabgeltungsanspruch zu, wenn Sie wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Ihren zustehenden Urlaub nicht mehr nehmen können.

Die Höhe Ihres Urlaubsabgeltungsanspruches orientiert sich unter anderem an Ihrem Nettoeinkommen und der Anzahl der abzugeltenden Urlaubstage.

Gern unterstützt Sie unser Rechtsanwalt für Arbeitsrecht bei der Berechnung und der Durchsetzung Ihres Urlaubsabgeltungsanspruchs gegenüber Ihrem Arbeitgeber.

Kann mein Urlaubsanspruch auch verfallen?

Die Antwort lautet hier eindeutig ja. Der zustehende Jahresurlaub muss ein Arbeitnehmer bis zum 31.12. eines Jahres beantragt und auch genommen haben um einem Verfall des Urlaubsanspruches entgegenzuwirken.

Doch gibt es auch hier Ausnahmen, unter welchen ein Arbeitnehmer seinen Resturlaub mitnehmen kann. Eine Mitnahme ist unter anderem problemlos möglich, wenn es dem Arbeitnehmer aufgrund einer Krankheit nicht möglich war bis zum Jahresende seinen Urlaub zu nehmen.

Auch können wichtige betriebliche Gründe einen Arbeitnehmer daran hindern seine Urlaubsansprüche durchzusetzen. Als Beispiel ist hier ein betriebliches Projekt zu nennen, bei welchem es auf jeden einzelnen Mitarbeiter ankommt.

Übertragener Urlaub ist jedoch im Folgejahr bis spätestens zum 31.03. zu nehmen. Andernfalls verfallen Ihre Urlaubsansprüche.

Bei andauernder Arbeitsunfähigkeit über den 31.03. des Folgejahres hinaus, kann ein Arbeitnehmer seine Urlaubstage bis zum 31.12. mitnehmen, so dass 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres jegliche Ansprüche auf Urlaub entfallen.

Darf mein Chef mir meinen Urlaubswunsch verweigern?

Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche eines Kollegen entgegenstehen.

Nur wann liegen solche dringenden betrieblichen Belange konkret vor?

Nicht schon jeder personelle Engpass stellt ein solches dringendes betriebliches Belang dar. Dem Arbeitgeber ist zuzumuten, die regelmäßig durch Urlaub zu erwartenden Engpässe einzukalkulieren und dementsprechend auch Personal vorzuhalten.

Dringend sind betriebliche Belange daher nur dann, wenn nicht vorhersehbare Umstände, wie zum Beispiel Krankheit, zur Personalmangel führen und dem Arbeitgeber eine zusätzliche Belastung durch urlaubsbedingte Ausfälle nicht zugemutet werden kann.

Anzuerkennen sind auch besondere Begebenheiten beim Arbeitgeber, wie zum Beispiel Saisonarbeit, die einer Urlaubserteilung zu Zeiten besonderer Personalknappheit entgegenstehen.

Urlaubswünsche eines Kollegen stehen einem Urlaubswunsch nur entgegen, wenn der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Belange nicht beiden Arbeitnehmern gleichzeitig Urlaub erteilen kann und die Wünsche des anderen aus sozialen Gründen den Vorrang haben. Soziale Gründe können zum Beispiel familiäre Umstände sein. Als familiäre Umstände gelten unter anderem der Urlaub mit Schulkindern und der Urlaub des Partners. Betriebszugehörigkeit und Lebensalter sind jedoch bei der Urlaubserteilung unbeachtlich.

Der Arbeitgeber kann zu Anfang jeden Jahres einen verbindlichen Betriebsurlaub für alle Mitarbeiter festlegen. Allerdings sollten laut Bundesarbeitsgericht mindestens 2/5 des Jahresurlaubs dem einzelnen Mitarbeiter zur freien Verfügung bleiben.

Der Arbeitgeber darf seine Arbeitnehmer auch nicht dazu zwingen, den Urlaub übermäßig zu zerstückeln. Für eine ausreichende Erholung muss eine Urlaubsperiode mindestens 12 Werktage betragen, so die Rechtsprechung.

Falls Ihr Arbeitgeber Ihnen Ihren Urlaubsanspruch zu unrecht verweigert oder Ihnen keine zusammenhängenden Urlaubstage gewährt dann können Sie gern unseren Rechtsanwalt für Arbeitsrecht zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen.

Kontaktieren Sie uns bei allen Fragen zum Thema Urlaub und Urlaubsabgeltung.

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